22.10.2014 Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann

Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann
Buchvorstellung mit Ulrich Chaussy

Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor Ulrich Chaussy in der Geraer Bibliothek.
Er liest und spricht über sein Buch „Oktoberfest. Das Attentat. Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann“.  Anschließend findet ein Gespräch mit dem Autor und Christian Demmelmeier (Jurist, Referent für Begleitung des NSU-Untersuchungsausschusses im Thüringer Landtag) statt.

Das Oktoberfestattentat am 26. September 1980 war der blutigste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Ulrich Chaussys Zweifel an dem Ergebnis der Ermittler, es habe sich um die Tat eines labilen Einzelgängers gehandelt, führten ihn zu Jahrzehnten hartnäckiger Recherche, oft gegen die Widerstände der verantwortlichen Behörden. Immer wieder meldeten sich Hinweisgeber und Zeugen bei ihm – bis heute. Sie verstärken den Eindruck, dass die zuständigen Stellen nicht willens waren, konsequente Ermittlungen in der rechtsextremistischen Szene zu führen, eine erschreckende Parallele zu den Ermittlungspannen im Fall der NSU-Morde. Chaussys Recherchen führen zu neuen Erkenntnissen, die erstmals in diesem Buch präsentiert werden – ein Lehrstück des investigativen Journalismus und die Geschichte eines der größten deutschen Kriminalfälle.
Nach zwei neuen Artikeln in „Spiegel-Online“ könnte der Fall demnächst neu aufgerollt werden.

Die Lesung ist eine Veranstaltung des Aktionsbündnisses gegen Rechts Gera in Kooperation mit der Stadt- und Regionalbibliothek Gera, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Kanitzschen Buchhandlung Gera.

Der Eintritt ist frei.

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